Appell des FIFA-Präsidenten für Frieden und Einheit bei der Tagung der FIFA-Mitgliedsverbände in Vancouver (Kanada)
Fortschritte bei der Rassismusbekämpfung vom Kongress begrüsst
2027 erneute Kandidatur des FIFA-Präsidenten
Der FIFA-Kongress hat am 30. April 2026 in Vancouver (Kanada) betont, wie sehr die anstehende FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ in Nordamerika Menschen aus aller Welt friedlich und respektvoll zusammenbringen werde, und sein Engagement zur Bekämpfung von Rassismus im Fussball bekräftigt.
Es war der zweite FIFA-Kongress in Kanada nach 1976 in Montreal. Der 76. FIFA-Kongress begann mit einer Begrüssungsansprache von Concacaf-Präsident Victor Montagliani sowie einer Rede von Peter Augruso, dem Präsidenten des kanadischen Fussballverbands.
In seiner Eröffnungsrede hob FIFA-Präsident Gianni Infantino die einzigartige völkerverbindende Kraft des Fussballs in einer gespaltenen Welt hervor, während alle 48 teilnehmenden Mitgliedsverbände alles daransetzen würden, bei der diesjährigen FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ ein starkes Zeichen der Einheit zu setzen.
„Natürlich wird die IR Iran an der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026 teilnehmen, und natürlich wird die IR Iran in den USA spielen. Der Grund dafür ist ganz einfach. Wir müssen die Reihen schliessen und die Menschen zusammenbringen“, sagte Präsident Infantino.
„Dies ist meine und unsere Verantwortung. Der Fussball vereint die Welt. Die FIFA vereint die Welt. Sie vereinen die Welt. Wir vereinen die Welt. Und wir dürfen nie vergessen, dass wir positiv bleiben müssen. Wir müssen lächeln und glücklich sein. Es gibt schon genug Probleme auf der Welt. Es gibt genug Menschen auf der ganzen Welt, die versuchen, Uneinigkeit zu stiften. Was wird aus unserer Welt, wenn niemand versucht, die Reihen zu schliessen? Wir müssen vorangehen.“
Der 76. FIFA-Kongress in Bildern
Informationen zum Stand der globalen Motion gegen Rassismus
An der Seite von Mitgliedern des Spielerausschusses sowie von FIFA-Legenden informierte Präsident Infantino mit bewegenden Worten über die Fortschritte bei der Umsetzung der globalen Motion gegen Rassismus, die im Mai 2024 vom 74. FIFA-Kongress in Bangkok (Thailand) einstimmig verabschiedet worden war.
Seither hat die FIFA zahlreiche wichtige Massnahmen zur stärkeren Bekämpfung von Rassismus ergriffen und dazu insbesondere ihr FIFA-Disziplinarreglement geändert. Weitere Massnahmen sind die bei allen FIFA-Turnieren eingeführte Geste gegen Rassismus, der FIFA-Dienst zum Schutz vor Anfeindungen in den sozialen Medien, mit dem schon über 12 000 Personen und mehr als 570 Teams geschützt wurden, Bildungsressourcen, die im Rahmen der laufenden Kampagne gegen Rassismus lanciert wurden, sowie die publikumswirksamen Auftritte des Spielerausschusses, in dem alle sechs Konföderationen vertreten sind.
„Auch wenn zwei Jahre später Herausforderungen bleiben, können wir mit voller Überzeugung sagen, dass wir echte und bedeutende Fortschritte erzielt haben. Wir haben weltweit im Fussball konkrete Massnahmen umgesetzt. Unsere gemeinsame Mission gibt uns weiterhin Orientierung und stärkt unser weltweites Engagement“, erklärte Präsident Infantino.
In einer Videobotschaft sagte der Ehrenkapitän des Spielerausschlusses, George Weah, zur Bedeutung der globalen Motion gegen Rassismus: „Diese Bewegung muss weltweit noch stärker in der Gemeinschaft verankert werden und das Bewusstsein für die negativen Auswirkungen von Rassendiskriminierung schärfen. Rassismus ist ein Übel.“ Beispiellose Investitionen in den Fussball
Der FIFA-Kongress verabschiedete zudem den FIFA-Jahresbericht 2025, einschliesslich des Budgets 2027–2030 mit voraussichtlichen Rekordeinnahmen von USD 14 Milliarden. Die FIFA kann daher wie nie zuvor in den Fussball investieren. Verglichen mit den Programmen vor 2016 haben die 211 FIFA-Mitgliedsverbände heute Anspruch auf achtmal höhere Entwicklungsbeiträge, da die Investitionen im Rahmen des FIFA-Forward-Programms mit USD 2,7 Milliarden einen neuen Höchststand erreichen.
„Das FIFA-Forward-Programm erzielt eine enorme Wirkung. In den letzten zehn Jahren haben wir USD 5 Milliarden in die Fussballförderung investiert“, sagte Gianni Infantino.
„Wir müssen unbedingt investieren und unsere Investitionsprogramme ausweiten. Ich kann Ihnen versichern, dass diese USD 2,7 Milliarden, die wir im nächsten Forward-Zyklus investieren, erst der Anfang und nur das Minimum dessen sind, was wir tun werden und wollen, und dass wir definitiv noch viel mehr tun werden“, fügte er hinzu. „Diese USD 2,7 Milliarden sind das Achtfache dessen, was in der Vergangenheit investiert wurde.“
Wortmeldungen des palästinensischen und des israelischen Fussballverbands
Der FIFA-Kongress nahm die Wortmeldungen des palästinensischen und des israelischen Fussballverbands zur Kenntnis, während Präsident Infantino den unschuldigen Opfern der Gewalt in der Region gedachte und betonte, wie wichtig es sei, mit dem Fussball Brücken zu bauen.
Der ursprüngliche Antrag, den der PFA beim 74. FIFA-Kongress gestellt hatte, wurde von den zuständigen FIFA-Instanzen behandelt.
„Man darf nie vergessen, dass Ihre beiden Verbände die gleichen Rechte haben – das Recht, den Fussball auf Ihren jeweiligen Gebieten zu organisieren, das Recht, Ihre Länder international zu vertreten, sowie das Recht und die Pflicht, Ihre Kinder für den Fussball zu begeistern und sich gegenseitig zu respektieren“, sagte Gianni Infantino.
Informationen zum 77. FIFA-Kongress
Der FIFA-Präsident gab seine Absicht bekannt, im nächsten Jahr zur Wiederwahl anzutreten. In diesem Zusammenhang wurde bestätigt, dass der Wahlkongress bzw. der 77. FIFA-Kongress am Donnerstag, 18. März 2027, in Rabat (Marokko) stattfinden wird. Zur Vergabe der Ausgaben 2031 und 2035 der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ wird am Montag, 23. November 2026, ferner ein virtueller ausserordentlicher FIFA-Kongress abgehalten.