Pressemitteilung

Fédération Internationale de Football Association

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Donnerstag 19 März 2026, 17:20

FIFA-Rat bekräftigt Bedeutung des Fussballs und der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ bei der Völkerverständigung und der Friedensförderung

  • Appell des FIFA-Präsidenten für Frieden und eine faire und respektvolle FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™

  • Rekordertragsbudget von USD 14 Milliarden für die Geschäftsperiode 2027–2030

  • FIFA-Forward-Investitionen von USD 2,7 Milliarden, d. h. achtmal mehr im Vergleich zur Zeit vor 2016

Das unerschütterliche Engagement der FIFA für Frieden und Einheit stand im Zentrum der Onlinesitzung des FIFA-Rats am FIFA-Sitz in Zürich (Schweiz). FIFA-Präsident Gianni Infantino rief zu Frieden auf und betonte, wie sehr der Fussball die Menschen in geopolitisch unruhigen Zeiten zusammenbringen könne.

„Die FIFA kann keine geopolitischen Konflikte lösen, mit dem Fussball und der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft aber Brücken bauen und den Frieden fördern, während wir in Gedanken bei all jenen sind, die unter den Folgen der anhaltenden Kriege leiden“, sagte Präsident Infantino.

„Die FIFA ruft alle Teams bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft zu Fairness und gegenseitigem Respekt auf. Wir haben einen Plan. Bald werden die 48 Teams feststehen, und wir wollen, dass die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft nach Plan verläuft.“

Ausbau des grössten Entwicklungsprogramms der Welt

Der fortwährende Einsatz der FIFA zur weltweiten Förderung des Fussballs wurde mit der einstimmigen Verabschiedung des Jahresberichts 2025 mit einem Rekordertragsbudget von USD 14 Milliarden für die Geschäftsperiode 2027–2030 bekräftigt. Die Einnahmen werden selbstredend in den Fussball reinvestiert.

Während der anstehenden Geschäftsperiode haben die FIFA-Mitgliedsverbände Anspruch auf achtmal höhere Beiträge für die Fussballförderung verglichen mit den vor 2016 bestehenden Programmen. Mit USD 2,7 Milliarden erreichen die FIFA-Forward-Investitionen einen neuen Höchststand.

„Die FIFA erfüllt ihren Auftrag, den Fussball weltweit zu verbessern und zu fördern, indem sie mehr denn je in den Fussball reinvestiert“, erklärte Präsident Infantino. „Es geht hier nicht nur um Zahlen, sondern um konkrete Ergebnisse, wie mehr hochstehende Wettkampfmöglichkeiten im Männer-, Frauen- und Jugendfussball, bessere Infrastruktur und einen besseren Zugang zu Technologie in allen unseren Mitgliedsverbänden, um nur einige Beispiele zu nennen.“

„Bei den Investitionen in den Fussball in den letzten zehn Jahren hat die FIFA massive Fortschritte gemacht. Ohne die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft als unsere Haupteinnahmequelle wäre dies nicht möglich gewesen. Eine erfolgreiche FIFA Fussball-Weltmeisterschaft bedeutet, dass mehr Kinder Fussball spielen und von seiner pädagogischen Dimension, mehr Spielfeldern und mehr Kompetenzförderung rund um den Globus profitieren können.“

Vergabe von zwei Ausgaben der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ bei ausserordentlichem Kongress

Während das Bewerbungsverfahren für die Ausgaben 2031 und 2035 der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ läuft, wurden im Rahmen des vom FIFA-Rat im März 2025 bestätigten Modells mit Einerkandidaturen die Abstimmungsmodalitäten für die Ernennung der jeweiligen Gastgeber verabschiedet.

In Absprache mit den Bewerberverbänden Costa Rica, Jamaika, Mexiko und den USA für 2031 sowie England, Nordirland, Schottland und Wales für 2035 wird die FIFA vor dem Ende dieses Jahres einen ausserordentlichen Kongress einberufen. Dieser ausserordentliche Kongress ist ausschliesslich der Präsentation der Bewerbungen gewidmet und unterstreicht die wachsende Bedeutung sowie den Einfluss des Frauenfussballs und des wichtigsten FIFA-Frauenwettbewerbs. 2031 wird die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ erstmals mit 48 Teams ausgetragen.

Beschluss zum Antrag des palästinensischen Fussballverbands

Gestützt auf den Antrag des palästinensischen Fussballverbands beim 74. FIFA-Kongress sowie den darauf folgenden Beschluss des FIFA-Rats, die Governance-, Audit- und Compliance-Kommission der FIFA damit zu beauftragen, die Teilnahme israelischer Fussballteams, die angeblich auf palästinensischem Gebiet ansässig sind, an israelischen Wettbewerben zu untersuchen, wurde Folgendes festgehalten:

  • Im Rahmen der Auslegung der einschlägigen Bestimmungen der FIFA-Statuten sollte die FIFA keine Massnahmen ergreifen, da der endgültige rechtliche Status des Westjordanlands gemäss Völkerrecht nach wie vor eine ungelöste und äusserst komplexe Sachfrage darstellt.

  • Die FIFA sollte weiterhin den Dialog fördern und auf operativer Ebene als Vermittlerin zwischen dem palästinensischen und dem israelischen Fussballverband fungieren. In diesem Zusammenhang unterstützt die FIFA weiterhin strukturierte Gespräche und beobachtet die weitere Entwicklung.

Wegweisender Schutz für Frauen im Fussball

Zur Förderung der Gleichstellung der Geschlechter sowie als Zeichen für die Investitionen der FIFA in den Fussball gilt bei sämtlichen FIFA-Frauenwettbewerben eine neue Regelung, wonach die Cheftrainerin und/oder mindestens eine Assistenztrainerin, ein Mitglied des medizinischen Teams sowie zwei Teamoffizielle, die bei den Spielen auf der Bank sitzen, Frauen sein müssen.

Weitere Beschlüsse

Nach Konsultationen mit externen Interessengruppen hat der FIFA-Rat Kinder- und Erwachsenenschutzrichtlinien verabschiedet, um das diesbezügliche Engagement der FIFA zu bekräftigen und für ein Fussballumfeld ohne jede Form von Belästigung und Missbrauch zu sorgen.

Der FIFA-Rat hat des Weiteren die Einführung eines FIFA/ASEAN-Pokals verabschiedet, der nach dem positiven Echo beim ASEAN-Gipfel im Oktober 2025 in Malaysia im September/Oktober 2026 erstmals stattfinden soll.

Die Termine des Afrikanischen Nationen-Pokals der Frauen wurde im internationalen Frauenfussballkalender wie folgt angepasst: 26. Juli bis 16. August 2026 mit einer verkürzten Abstellungsperiode ab 20. Juli 2026.

Der FIFA-Rat hat ebenfalls bestätigt, dass die nächste FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft™ in Marokko vom 17. Oktober bis zum 7. November 2026 stattfindet.