FIFA
Dienstag 01 September 2026, 22:30

Pablo Milad würdigt die von der FIFA vorangetriebene Transformation des chilenischen Fussballs

SANTIAGO, CHILE - OCTOBER 19: A general view during the inauguration of the ANFP Technical centre on October 19, 2025 in Santiago, Chile. (Photo by Claudio Santana - FIFA/FIFA via Getty Images)
  • Umfassende Modernisierung des chilenischen Fussballs dank strategischer Investitionen aus dem FIFA-Forward-Programm

  • Südamerikanisches Land war Gastgeber der spannenden FIFA U-20-Weltmeisterschaft 2025™

  • „Dank der strategischen Unterstützung der FIFA konnte der chilenische Fussballverband Reformen vorantreiben, die die Infrastruktur und die Talentförderung gestärkt, die Inklusion gefördert und das Wachstum des Fussballs in unserem ganzen Land gefestigt haben“

In den letzten Jahren durchlief der chilenische Fussball eine Phase beispielloser Entwicklung und institutioneller Stärkung. Zusammen mit der FIFA führte der chilenische Fussballverband (FFCh) Programme ein, die heute eine wichtige Rolle bei der Ausbildung neuer Generationen spielen.

„Dank der strategischen Unterstützung der FIFA konnte der chilenische Fussballverband Reformen vorantreiben, die die Infrastruktur und die Talentförderung gestärkt, die Inklusion gefördert und das Wachstum des Fussballs in unserem ganzen Land gefestigt haben“, betonte der Präsident des FFCh, Pablo Milad, beim Rückblick auf das nunmehr sechsjährige gemeinsame Engagement.

FIFA President Gianni Infantino meets with the Football Federation of Chile

Einer der Eckpfeiler dieser Entwicklung war der Ausbau der Infrastruktur im Hochleistungssport. Im Oktober 2025 eröffnete der Verband im Quilín-Komplex (Santiago) das hochmoderne Trainingszentrum „José Sulantay Silva“.

Für den Bau wurden 3,2 Millionen US-Dollar investiert, wobei drei Millionen aus den Phasen 2.0 und 3.0 des Forward-Programms stammten. Das Zentrum verfügt über einen Kunstrasenplatz mit FIFA-Quality-Pro-Zertifizierung, Flutlicht, einen hochmodernen Fitnessraum, Umkleideräume, medizinische Einrichtungen und technische Büros.

Der Komplex war während der FIFA U-20-Weltmeisterschaft Chile 2025™ der Haupttrainingsort und brachte dem FFCh den Silberpreis bei den FIFA Forward Awards 2026 (Ausgabe „Las Américas“) ein.

„Durch den Ausbau der Infrastruktur, der ausschliesslich mit Mitteln aus dem FIFA-Forward-Programm finanziert wurde, konnten wir hochmoderne und für uns wegweisende Anlagen errichten, in denen die zukünftigen Talente unseres Landes gefördert werden sollen – angefangen bei der U13 bis hin zur U20-Nationalmannschaft, die den letzten Abschnitt der Ausbildung darstellt“, so Milad.

Die Einweihung des Zentrums fand zeitgleich mit dem Abschluss der FIFA U-20-Weltmeisterschaft Chile 2025™ statt, die im September und Oktober ausgetragen wurde und bei der sich Marokko gegen Argentinien den Titel sicherte.

FIFA-Präsident Gianni Infantino würdigte die Bedeutung des Turniers: „Diese Endrunde übertraf alle unsere Erwartungen. Es kamen beeindruckende 600.000 Fans in die Stadien, um die Begegnungen zu verfolgen. Zudem waren alle teilnehmenden Nationalmannschaften voll des Lobes für die Gastfreundschaft des chilenischen Fussballverbands.“

Argentina v Morocco: Final - FIFA U-20 World Cup Chile 2025

In Bezug auf das Vermächtnis des Wettbewerbs erklärte Milad: „Die zusammen mit der FIFA erfolgte Organisation des Turniers sorgte für wichtige infrastrukturelle Verbesserungen. So gab es zum Beispiel Empfehlungen zur Modernisierung der Stadien und es wurden zahlreiche Trainingsanlagen nach internationalen Standards eingerichtet, zwei Hybridplätze gebaut (einer davon komplett von der FIFA finanziert) und erstklassige Ausrüstung für die richtige Pflege des Rasens angeschafft. All das kommt seitdem zum Einsatz und wirkt sich auch heute noch positiv auf den chilenischen Fussball aus.

Zudem war diese Weltmeisterschaft eine riesige Inspirationsquelle für Tausende von Kindern, die alle Begegnungen live miterleben und davon träumen konnten, in die Fussstapfen ihrer Idole zu treten. Das wahre Vermächtnis dieser WM steckt nicht nur in der Infrastruktur, sondern vor allem in der Motivation neuer Generationen, so zu werden wie diese Akteure, ihre Spielzüge nachzuahmen und im Fussball eine Zukunftsperspektive zu finden.“

Auch die Aufrechterhaltung der Jugendwettbewerbe war eine weitere Priorität. Angesichts der mehr als 3.000 Kilometer, die die Vereine zwischen Arica und Puerto Montt voneinander trennen, stellte das Forward-Programm zusammen mit Mitteln aus dem FIFA-COVID-19-Unterstützungsplan mehr als drei Millionen US-Dollar für Transport, Unterkunft, Verpflegung und Biosicherheit bereit. Dank dieser Unterstützung konnte die nationale Fussballmeisterschaft des Nachwuchsbereichs (U18 und U21) nach der COVID-19-Pandemie wieder aufgenommen werden, an der 43 Profivereine und insgesamt 2.150 Fussballer aus dem ganzen Land teilnahmen.

FIFA President attends ANFP technical centre inauguration

Im Rahmen des Talententwicklungsprogramms wurden Nachwuchsspieler über die „Copa Futuro“ sowie über Trainingslager und Sichtungstage in Iquique, Antofagasta, Coquimbo, La Calera, Rancagua, Chillán und Concepción ausfindig gemacht.

Ein Vorzeigebeispiel ist der Torwart Sebastián Mella, der 2024 entdeckt wurde, bei der U-20-WM 2025 in der Startelf stand und inzwischen in die A-Nationalmannschaft aufgestiegen ist. Er gehört zu einer Gruppe von mehr als 15 Akteuren, die aus diesen Programmen hervorgegangen sind und bereits für die Nationalmannschaften spielen.

Chile Training Session - FIFA U-20 World Cup Chile 2025

Hinzu kommt, dass Chile neben Tschechien, Südkorea, Senegal und Marokko für die Teilnahme am globalen Pilotprogramm „FIFA Academy“ ausgewählt wurde.

„Chile wurde zusammen mit Tschechien, der Republik Korea, dem Senegal und Marokko für das FIFA-Academy-Programm ausgewählt – ein Pilotprojekt, bei dem es darum ging, die beste Akademie zur Nachwuchsförderung in Chile zu identifizieren, FIFA-Standards umzusetzen und sowohl andere Vorzeigeakademien als auch alle sonstigen Ausbildungsstätten zu inspirieren. Im Mittelpunkt dabei standen die Arbeitsmodelle der Akademien, die als Vorbilder im chilenischen Nachwuchsfussball gelten und die als Wegbereiter für ähnliche Modelle im ganzen Land dienen sollen“, betonte der Funktionär.

Weitere Schwerpunkte waren die Professionalisierung und die Gleichstellung der Geschlechter.

„Im Rahmen der Förderprogramme werden zudem Trainerinnen und Trainer sowie Trainerausbilder fortgebildet. Insgesamt zehn Trainerinnen absolvieren derzeit eine Weiterbildung, um später als Ausbilderinnen tätig zu sein und spezielle Techniken des Frauenfussballs zu vermitteln. Dazu kommen spezifische Ausbildungs- und Mentoring-Programme sowie alles, was mit der Förderung weiblicher Führungskräfte im chilenischen Fussball zu tun hat. Auch bei der Trainerausbildung sind Fortschritte zu verzeichnen: Die ersten fünf FIFA-Ausbilder in Chile, die das Programm abgeschlossen haben, sowie 14 neue Trainer, die sich gerade in der Ausbildung befinden (darunter zwei neue), sorgen für eine Verbesserung der Ausbildungsqualität und fördern die Talententwicklung, wodurch Kompetenzen für die Zukunft des chilenischen Fussballs aufgebaut werden“, erklärte er.

Im sozialpädagogischen Bereich war Chile in Südamerika Vorreiter bei der Einführung von „FIFA Football for Schools“ im Kloster Celeste in Requínoa. Dieses Projekt wurde gemeinsam mit dem Nationalen Fussballinstitut (INAF) durchgeführt. Diese Initiative erreichte mehr als 5 000 Schüler und bildete 120 Sportlehrer in fünf Regionen des Landes aus.

„FIFA Football for Schools war eine wunderbare Erfahrung, bei der wir in Südamerika Pionierarbeit geleistet haben und von der mehr als 5 000 Schüler und Schülerinnen direkt profitiert haben. Sportlehrer wurden geschult, um durch ‚FIFA Football for Schools‘ das Fussballspielen schon im frühen Alter zu fördern und gleichzeitig mithilfe des Sports die Vermittlung von Werten sowie die technische, taktische und psychologische Entwicklung zu unterstützen, die die Teilnahme an einem Mannschaftssport wie dem Fussball mit sich bringt“, betonte Milad.

Als Ergebnis dieser umfassenden Arbeit wurde der erste Bericht über den Amateurfussball in Chile vorgestellt, der einen Überblick über die Situation des Breitensports und seiner verschiedenen Disziplinen im ganzen Land gibt.

„In Chile wurde zudem ein Bericht über den Amateurfussball vorgestellt. So wurden umfassende Informationen und Arbeitsmethoden zum verbandsgebundenen und nicht verbandsgebundenen Amateurfussball, zum Frauenfussball, zum Behindertensport, zum Strandfussball und zum Futsal zusammengetragen. Der Verband ist entschlossen, diesen wunderbaren Sport mit Unterstützung der FIFA weiterzuentwickeln. Ich bin dem Weltverband sehr dankbar für diesen wichtigen Beitrag, den er für den chilenischen Fussball geleistet hat. Wir hoffen, dass dieser Prozess unserem geliebten Sport weitere Erfolge bescheren wird“, sagte der Präsident der FFCh abschliessend.